Rhythmik und Tanzpädagogik 2014/15

Neben den Fächern Musik- und Sporterziehung gehört das Fach Rhythmik zu dem Fachkomplex „Musik und Bewegung“ an jeder Fachakademie für Sozialpädagogik. Gefördert werden soll in diesem Fach – wie der Lehrplan des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus im Rahmen des Lernfeldes 3 mit der Überschrift „Wahrnehmen, Beobachten und Erklären“ treffend hervorhebt – eine verstärkte „Wahrnehmung der Körperbefindlichkeit, (…) die Entwicklung und Sensibilisierung von Körperbewusstsein“, welches sowohl die „Selbst- als auch die Fremdwahrnehmung in Partner- und Gruppensituationen“ inkludiert.

Das Fach Rhythmik weist demnach eine enge Verbundenheit mit dem Erarbeiten von Tanzszenen und tänzerischen Gruppenimprovisationen, deren Wichtigkeit zur Komplettierung einer ganzheitlichen musikalischen Unterweisung  in Lernfeld 2 hervorgehoben wird, auf und rückt somit den Körper als Ausdrucksmittel nonverbaler Kommunikation in den Mittelpunkt musikpädagogischer Konzeptionen, welche vor allem auch im Zusammenhang mit allgemeinerzieherischen Zielen in Lernfeld 6 thematisiert werden. So sollen in Lernfeld 6, das die Schlagwörter „Kommunikation und Interaktion“ als Prämisse hat, vor allem über die Rhythmik, aber auch im Bereich der Musikerziehung z. B. mittels Interaktionsspielen oder aber auch mittels tänzerischer Gruppenimprovisationen die Entwicklung von „sozialen Kompetenzen unterstützt und gefördert“ werden.

Neben dem Fach Rhythmik, welches obligatorisch im Stundenplan vorgesehen ist, wurde im Rahmen des oben beschriebenen, ganzheitlichen Ansatzes, der den Körper im Kontext von Tanz und tänzerisch inspirierten Gruppenimprovisationen als wichtiges musikalisches Ausdrucksmittel begreift, im Schuljahr 2014/15 als Wahlfach eine Einführung in den Bereich der Tanzpädagogik angeboten, wobei neben der eigenen tänzerischen Ausdrucksschulung auch der Vermittlungsaspekt bei der Weitergabe tänzerischer Erfahrungen eine bedeutende Rolle spielte.